Esther Ernst
auf Papier
an Wänden
am Bau
durch die Zeit
ausgestellt
Frankfurter Flanierkarte, 2022 < >
Früher fand ich Frankfurt hässlich, seine Hochhäuser unangenehm wichtigtuerisch. Mit zunehmendem Interesse für Architektur und Stadtplanung wandelte sich mein Gefühl in Neugier und Anziehung. Im heissen Juni 2022 flaniere ich ausgiebig durch die Stadt, erlebe heitere Menschen, die mich in den Yachtclub oder auf ihre Terrasse im 42. Stock einladen. Begeistert von dem Ausblick, beschäftigt mich die Verdichtung auf engstem Raum und das gegensätzliche Nebeneinander. Ich freue mich über die mutige Architektur lese die Stadt in Schichten wie einen Frankfurter Kranz, denke über Fassadenhüllen, Hochhausscheiben, Spolien und blaue Ufos nach. Und verzeichne all das en plein air auf Papier.