Esther Ernst
an Wänden
in Kästen
durch die Zeit
live
Kooperationen
Ansichtssachen, täglich fortlaufend seit 2006 < >
Sammlung aus Zeichnungen auf Postkartenrückseiten

Auf den Rückseiten von Ansichtskarten visualisiere ich in einer täglich wachsenden Zahl von Zeichnungen eine Bestandsaufnahme persönlicher Alltagserfahrungen – Gedanken, Träume und Begegnungen, Lektüren, Fernsehen, politische, kulturelle Ereignisse etc. Die Zeichnungen, die ich mit Ort, Datum, Nummer und kurzen Texten versehe, richten das Augenmerk dezidiert auf das notwendig Ausschnitthafte jeglicher Form von (auto-biographischen) Berichten und betonen so das Sprunghafte alltäglicher Wahrnehmung und Aufmerksamkeit.
Die Zeichnungen treten dabei in ein produktives Spannungsverhältnis zu den umseitigen Ansichten von Städten, Landschaften, Architekturen etc.: Denn während die allgemeintypischen (und sich ständig wiederholenden) Motive der Karten ihre Ausschnitthaftigkeit eher zu kaschieren versuchen, d.h. das je Besondere der abgebildeten Orte im Hinblick auf deren Umgegend verallgemeinern wollen, fungieren die Zeichnungen als "Schnappschüsse" alltäglicher Lebensmomente.